Hintergrundverlauf-1 PFD Zittau

Über die Partnerschaft
für Demokratie
(PFD) Zittau

Was ist eine PFD?

Die Partnerschaft für Demokratie ist ein Unterstützungs- und Vernetzungsangebot für alle, die sich in der Stadt Zittau für Demokratie und Vielfalt einsetzen. Sie stellt in einem Förderprogramm (Link: Fördermöglichkeiten) finanzielle Mittel für Projekte zur Verfügung, bringt Menschen zusammen und bietet Beratung an.

Die Angebote der Partnerschaft für Demokratie haben die nachhaltige Förderung eines offenen und demokratischen Klimas in unserer Stadt im Fokus. Zur Entwicklung und Fortschreibung einer entsprechenden Strategie versammelt die Partnerschaft Menschen aus der lokalen Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung.

Bereits in ihrer Organisationsstruktur ist die Partnerschaft für Demokratie als eine Kooperation von Zivilgesellschaft und Verwaltung angelegt: Federführendes Amt in der Stadtverwaltung ist das Referat des Oberbürgermeisters. Die Koordinierungs- und Fachstelle ist bei der Hillerschen Villa gGmbH angesiedelt. Beide Stellen werden durch den Begleitausschuss unterstützt.

Die Partnerschaft für Demokratie ist ein Baustein im Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ (Link: www.demokratie-leben.de). Bundesweit gibt es 300 Partnerschaften für Demokratie – drei davon im Landkreis Görlitz: je eine in den Städten Görlitz und Zittau, und eine für den übrigen Landkreis.

Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Zittau besteht seit Januar 2019. Sie wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“ und durch Mittel des Präventionsrates des Freistaates Sachsen gefördert.

Wer macht was?

Das federführende Amt ist zentraler Ansprechpartner vor Ort für die Fördermittelgeber auf Landes- und Bundesebene sowie Anlaufstelle und Partner für die Koordinierungs- und Fachstelle. Es ist verantwortlich für die rechtliche und inhaltliche Umsetzung der Partnerschaft für Demokratie, für die ordnungsgemäße Mittelverwendung und die Abrechnung gegenüber dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Federführendes Amt für die Stadt Zittau ist das Referat des Oberbürgermeisters.

Die externe Koordinierungs- und Fachstelle ist Ansprechpartner für die inhaltliche Arbeit. Wenn Sie inhaltliche Unterstützung oder Kontakt zu anderen Engagierten suchen, sind Sie hier an der richtigen Adresse. Auch Fragen, Anregungen und Projektideen können Sie hier besprechen. Für Antragstellende der Förderfonds wird eine individuelle Antragsberatung angeboten. Träger der Koordinierungs- und Fachstelle ist die Hillersche Villa gGmbH. Das soziokulturelle Zentrum ist mit seiner NETZWERKSTATT seit vielen Jahren im Themenfeld aktiv.

Der Begleitausschuss ist das Steuerungs- und Beratungsgremium der Partnerschaft für Demokratie. Ausführliche Informationen zum Begleitausschuss gibt es hier.

Die Projektträger führen Projekte zu den Themen der Partnerschaft für Demokratie durch. Gute Projektideen und Engagement sind jederzeit gefragt. Für die Umsetzung der Projekte stehen jährlich Mittel in einem Aktionsfonds (Link) und - für Jugendprojekte – in einem Jugendfonds (Link) zur Verfügung. Weitere Informationen zu den Projekten gibt es hier.

Was sind unsere Ziele?

Unser Leitziel ist die nachhaltige Stärkung einer lebendigen, vielfältigen und demokratischen Zivilgesellschaft in der Stadt Zittau.

Die Förderung von Vielfalt bedeutet für uns zum einen, Möglichkeiten zu schaffen, dass Menschen Vielfalt erleben: dass z.B. hier geborene und zugewanderte Menschen, Menschen unterschiedlichen Alters, Menschen verschiedener sexueller Orientierung, Menschen mit und ohne Behinderung miteinander in Kontakt kommen.

Die Förderung von Vielfalt schließt auch eine kritische Auseinandersetzung mit Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (z.B. Rassismus, Muslimfeindlichkeit, Homophobie, Diskriminierung von Menschen mit Behinderung…) und die Entwicklung von Strategien dagegen ein.

Demokratieförderung bedeutet für uns, dass Menschen in Zittau verstehen und erleben, wie sie in ihren Lebensbereichen und insbesondere in unserer Stadt demokratisch Einfluss nehmen und etwas bewegen können.

Folgende Themenschwerpunkte sollen dabei im Fokus der Arbeit stehen:

  • Bürgerbeteiligung und bürgerschaftliches Engagement:
    • Förderung einer aktiven Bürgerbeteiligung und die damit verbundene Etablierung und Weiterentwicklung von Verfahren der demokratischen Beteiligung, einschließlich Entwicklung und Erprobung innovativer Beteiligungsansätze
    • Förderung des bürgerschaftlichen/ehrenamtlichen/freiwilligen Engagements;
  • Förderung von Kinder- und Jugendbeteiligung;
  • Dialog und Akzeptanz:
    • Stärkung der Dialogfähigkeit und der gegenseitigen Akzeptanz von Andersartigkeit,
    • Förderung einer Kultur des demokratischen Streits und der respektvollen Auseinandersetzung,
    • Austausch über die Besetzung von Begriffen wie Heimat und Identität, die sich klar von einer auf Exklusivität und Ausgrenzung beruhenden Deutung rechter und populistischer Akteure unterscheidet,
    • Förderung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins, d.h. der kritischen Auseinandersetzung mit Themen des Nationalsozialismus, Faschismus und diktatorischen Regierungsformen sowie der Instrumentalisierung der Vergangenheit in aktuellen Bezügen;
  • demokratisches, interkulturelles und interreligiöses Zusammenleben:
    • Förderung des demokratischen, interkulturellen und interreligiösen Zusammenlebens in der Einwanderungsgesellschaft, wobei auch die Zuwanderung aus den Nachbarländern des Dreiländerecks in den Blick genommen werden soll;
  • Inklusion und Integration:
    • Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung;
    • Förderung der Integration von weiteren benachteiligten Gruppen (z.B. Geflüchtete, von Armut betroffene Menschen, …);
  • Intergenerative Arbeit: Weiterentwicklung von Ansätzen und Konzepten der intergenerativen Arbeit im Themenfeld.

Wer mehr erfahren oder sich beteiligen möchte, ist herzlich willkommen!